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Donnerstag, 05. Juli 2018 - 09.52 Uhr

Nachhaltigkeit lernen - Kinder gestalten Zukunft

Schüler und Schülerinnen der FSS Mittelstufe „beackern“ einen eigenen Garten


Der Gemüseacker am 26. Juni, Pflanzung und Aussaat erfolgte am 16. Mai (Foto: U.Stöfen)

Die Schüler und Schülerinnen der Mittelstufen-Klassen der Fachschule für Sozialpädagogik des BBZ Dithmarschen in Meldorf (Ausbildung zu Erzieher_innen), haben es sich zum Ziel gemacht, einen eigenen Garten zu bewirtschaften und wollen diesen nutzen, um Fachkompetenzen in diesem Bereich zu erlangen. Die Schule hat dazu einen Schrebergarten vom Grunderwerbsverein Meldorf gepachtet. Dieses Gartenstück hat einen Gartenacker und eine Rasenfläche.

Im Rahmen des Projektes haben die Schüler und Schülerinnen sich ausgiebig mit den Themen Nachhaltigkeit und Agenda 2030 auseinander gesetzt und haben sich theoretische Kompetenzen angeeignet.

Kinder wissen immer weniger, woher unsere Lebensmittel kommen und wie diese angebaut werden. Erschwerend kommt hinzu, dass unsere Lebensmittel durch die industrielle Verarbeitung, in ihrer Darbietung sowie räumlich und zeitlich so stark von der Natur losgelöst sind, dass es schwierig ist, einen Bezug herzustellen und ihren Ursprung zu erkennen. Da Lebensmittel ständig und im Überfluss verfügbar sind, fehlt das Bewusstsein für die Abhängigkeit von der Natur. Dies steigert die Entfremdung von der Natur und äußert sich in mangelnder Wertschätzung von Lebensmitteln.

Der Acker wurde nach den Regeln eines Biogartens angelegt. Die Pflanzen im Garten stammen zum großen Teil von der Mittelstufe des Ausbildungsberufes Gärtner mit den Fachsparten Gemüsebau und Zierpflanzenbau der Beruflichen Schule Elmshorn, der Außenstelle in Ellerhoop im Gartenbauzentrum. Die Pflanzen wurden im fachpraktischen Unterricht im Rahmen eines Projektes angezogen mit Unterstützung der Lehrkräfte Frau Eßer und Herrn Hendricks. Projektstart war der 08.03.2018, da erfolgte auch die erste Aussaat. Die Kollegen_innen beider Berufsschulen beabsichtigen diese Zusammenarbeit zukünftig im Sinne „doppelter Vermittlungspraxis“ zu intensivieren.

Die Schüler und Schülerinnen möchten das erworbene Wissen im späteren Berufsleben aktiv an Kinder und Jugendliche weitergeben. Die Kinder sollen ein grundlegendes Verständnis für die natürlichen Prozesse erlangen. Ebenfalls möchten sie Kindern den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln nahe bringen und zugleich das Bewusstsein dafür fördern, mit welchem Aufwand das Bewirtschaften eines Gartens verbunden ist. Ihr Ziel ist es, damit ein bewusstes Konsumverhalten und ein nachhaltiges Leben zu fördern.

Es ist geplant, diesen Garten als „Staffel“ an die zukünftigen Mittelstufenklassen weiterzureichen. Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird zukünftig im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Agenda 2030 als strukturgebendes Element im Lernfeldunterricht implementiert.

Lehrerinnen: Ulrike Stöfen, Tünde Sommer


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