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Europa

Dienstag, 06. November 2018 - 12.21 Uhr

Erasmus+: Bericht über die Teilnahme am Kurs „Diverse Society- Diverse Classroom“

Teilnehmerin: Ann-Katrin Knütel Zeitraum: 23.09.-29.09.2018 Ort: Borgarnes, Island


Im Rahmen des Programms ERASMUS+ -  Personalmobilität für Lehr- und Weiterbildungsaktivitäten – Schulbildung nahm ich im o.a. Zeitraum an einer Fortbildung zum Thema Interkulturelles Lernen in Borgarnes in Island teil. Die Gruppe bestand aus 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich aus Spanien, Italien, Rumänien, Schweden und Deutschland auf den Weg nach Norden gemacht hatten. Die isländische Dozentin hatte in Berlin, zuerst Soziologie und im Anschluss daran Interkulturelle Bildung studiert, da sie den Wunsch hatte, wie sie überzeugend erklärte, die Erkenntnisse aus der Soziologie auch in der konkreten Arbeit mit Gruppen zur Anwendung zu bringen.

 

Ich erhoffte mir aufgrund der Beschreibung, theoretischen Input und Methoden an die Hand zu bekommen, die mich in meiner Haltung bestärken, Heterogenität in Klassen als Bereicherung anzusehen und nicht als störende Bedingung. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Aufgrund sehr konsequenter doppelter Vermittlung seitens der Dozentin, erlebte ich in der Rolle der Lernenden, wie in unserer Gruppe trotz beträchtlicher Diversitäten in kurzer Zeit eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre entstand, die es allen erleichterte z.B. in einer Fremdsprache wie Englisch zu kommunizieren. Der methodische Schwerpunkt lag auf der Vermittlung von Variationen Kooperativer Pädagogik, die u.a. den Status der Teilnehmenden in den Fokus nimmt, sowie Privilegien analysiert und Machtstrukturen in Gruppen aufdeckt.

 

Insgesamt bewerte ich die Fortbildung als anspruchsvoll und damit für mich persönlich und beruflich bereichernd, da uns einerseits ein „strammes“ zeitliches Pensum abverlangt wurde, andererseits alle Teilnehmenden die gewohnten Komfortzonen verlassen mussten, wenn sie sich auf Inhalte, Methoden, Sozialformen und die Kommunikation in einer Fremdsprache eingelassen haben.

 

Für meine Tätigkeit am BBZ nehme ich sowohl neue Methoden als auch die Erfahrung als Teilnehmende mit, welche wichtige Bedeutung einer Lehrkraft zukommt, wenn es darum geht, in einer Gruppe lernfördernde Bedingungen zu schaffen.


Freitag, 14. September 2018 - 11.43 Uhr

Bericht über die Teilnahme am Kurs „Facing Diversity – intercultural classroom management“

Teilnehmerin: Dr. Julia Bischoff-Weiß


Zeitraum: 9. – 14. Juli 2018                          Ort: Nafplio, Griechenland

Im Rahmen des Programms ERASMUS+ -  Personalmobilität für Lehr- und Weiterbildungsaktivitäten – Schulbildung nahm ich im o. a. Zeitraum an einer Fortbildung zum Thema Interkulturelles Lernen in Nafplio teil. Ich hatte den Wunsch, meine Grundkenntnisse im Kontext interkulturellen Lernens zu festigen und auszubauen und von Lehrkräften an anderen europäischen Schulen zu erfahren, auf welche Weise sie organisatorisch und pädagogisch auf die zunehmende kulturelle Vielfalt reagieren. Der Kurs wurde von einer griechischen Sonderpädagogin und einem griechischen Dozenten mit Erfahrung in der Schulaufsicht durchgeführt. Da die Kursgruppe insgesamt sehr klein war und die Teilnehmerinnen zweier Kurse zusammengeführt wurden, waren nur die Länder Italien, Ungarn und Polen vertreten. Nur die italienischen Lehrkräfte hatten wie ich primär den interkulturellen Aspekt im Fokus. Trotz dieser etwas ungünstigen Ausgangsbedingungen konnte ich während der Kurse, der gemeinsam verbrachten Freizeit und der Besichtigungen vor Ort meine interkulturellen Kompetenzen erheblich verbessern. Daran hatten meine persönlichen Erfahrungen (griechische Schriftzeichen, eigene und andere kulturelle Besonderheiten, vertiefter individueller Austausch mit anderen Teilnehmerinnen, ...) einen ebenso großen Anteil wie die organisierten Besichtigungen und die theoretischen Erkenntnisse aus dem Seminar selbst. Dort wurde in einer kurzweiligen Mischung aus Vortrag, persönlichem Austausch, Videosequenzen, Diskussionen, Rollenspiel usw. das Thema interkulturelles Lernen erarbeitet. Einzelne der dort erarbeiteten Modelle konnte ich bereits in Diskussionen am BBZ Dithmarschen einbringen. Weitere möchte ich im Laufe des Schuljahres an die Kolleginnen und Kollegen in den Bildungsgängen der Berufsvorbereitung und der Fachschule für Sozialpädagogik weitergeben und in meinem eigenen Unterricht zur Anwendung bringen.

Das Seminar war eine persönlich und fachlich bereichernde Erfahrung.


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