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Fortbildung im Rahmen von Erasmus+ in Irland

Kurs: Verbesserung unterkultureller Kompetenz in Irland unter Verwendung innovativer digitaler und analoger Unterrichtsmethoden.

Ort: Dublin und irische Westküste Zeitraum: 10.05. - 16.05.2025

Teilnehmende: Katharina Nestler und Matthias Rathje

Im Mai 2025 hatten wir Gelegenheit, im Rahmen des Erasmus+-Programms an einem Kurs in Irland teilzunehmen. Der Kurs mit dem Titel „Verbesserung interkultureller Kompetenz in Irland unter Verwendung innovativer digitaler und analoger Unterrichtsmethoden“ bot uns nicht nur wertvolle Einblicke in moderne Unterrichtsmethoden, sondern auch eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur Irlands und Nordirlands. Irland trat 1973 der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bei, einem Vorläufer der heutigen Europäischen Union. Dieser Beitritt markierte den Beginn eines bemerkenswerten wirtschaftlichen und sozialen Wandels. Von einem der ärmsten Länder Europas, geprägt durch hohe Kriminalität, fehlende Perspektiven und massive Auswanderung, entwickelte sich Irland zu einer modernen, digitalen Gesellschaft und zählt heute zu den reichsten Ländern Europas. Diese erfolgreiche Integration und wirtschaftliche Transformation steht als positives Beispiel für die Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Das Erasmus+-Programm ist ein weiteres Erfolgsmodell der EU, das durch internationale Fortbildungen und Austauschprogramme den Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen EUBürgerinnen und -Bürgern fördert. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zum Integrationsprozess und zur Förderung interkultureller Kompetenzen. Unser Kurs begann am 10. Mai 2025 in Dublin. Nach einem Kennenlernen aller Teilnehmenden und einem Workshop zu digitalen Unterrichtsmethoden erkundeten wir die irische Hauptstadt und ihre wechselvolle Geschichte. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Niederlassung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (IHK) in Dublin. Hier erhielten wir spannende Einblicke in die irische Wirtschaft, die Ansiedlungsbemühungen und -hindernisse deutscher Unternehmen sowie die Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, Praktika in Irland zu absolvieren. Mit dem Wechsel an die irische Westküste stand ein Ausflug nach Derry/Londonderry in Nordirland auf dem Programm. Hier besuchten wir eine Berufsschule an zwei Standorten und erlebten die Stärke des Erasmus+-Programms: die Freude am Austausch und dem gemeinsamen Kennenlernen der Lehrkräfte untereinander. Bei einem Stadtrundgang durch Derry/Londonderry wurde die wechselvolle Geschichte rund um den Nordirlandkonflikt sehr lebendig.

Neben dem Schulbesuch lernten wir in Workshops eine Menge zu innovativen Unterrichtsmethoden. Dies gelang vor allem durch den Austausch der Kursteilnehmenden untereinander und die Erledigung kleinerer Aufgaben, die uns von der Kursleitung gestellt wurden. Dabei mussten z. B. Unterrichtskonzepte im Hinblick auf selbst aufgenommene Fotos entwickelt werden oder kleiner digitale Tools im Kontext Unterricht ausprobiert und eingeplant werden. Unser Aufenthalt in Irland im Rahmen des Erasmus+-Programms war eine bereichernde Erfahrung. Wir konnten nicht nur unsere interkulturellen Kompetenzen erweitern, sondern auch die wirtschaftliche und historische Entwicklung Irlands und Nordirlands hautnah erleben.

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