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Kursbericht Erasmus+ in Soverato

In Soverato habe ich mich im Rahmen eines Erasmus+-Kurses intensiv mit Stressmanagement im schulischen Alltag beschäftigt. Ich habe Methoden der Achtsamkeit und Selbstregulation kennengelernt, direkt erprobt und mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern reflektiert. Die Erfahrungen stärken meine Arbeit im Berufsbildungszentrum und unterstützen mich dabei, Schülerinnen und Schüler noch besser zu begleiten.

Kursbericht Erasmus+ in Soverato

STRESS MANAGEMENT to improve teaching performance and personal life of teachers

Am Sonntag begann meine Reise nach Kalabrien. Mit dem Flugzeug inklusive eines Zwischenstopps erreichte ich den Flughafen Lamezia Terme. Von dort aus organisierte die JUMP Academy den Transfer zur Unterkunft „Villa Gabriella International“. Die Villa verfügt über mehrere Einzel- und Doppelzimmer für die Seminarteilnehmenden sowie über Seminarräume, Büroräume und einen kleinen Frühstücksbereich. Sie liegt in ruhiger Umgebung, etwa 10–15 Gehminuten vom Stadtkern Soveratos entfernt.

Montag – Ankommen und Kennenlernen

Der erste Seminartag begann mit einer gemeinsamen Aktivität aller Teilnehmenden, unabhängig vom gewählten Kursthema. Am Vormittag fand eine Stadterkundung im Rahmen der Outdoor-Team-Building-Aktivität „Mission Impossible Game in Soverato“ statt. Dabei lernten wir zentrale Orte, Orientierungspunkte, Traditionen und kulturelle Besonderheiten der Stadt kennen und kamen mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt. Ein besonderer Fokus lag auf der Geschichte Soveratos, beispielsweise auf dem traditionellen „Verschiffen“ entlang der Küste mit der Statue der Mary of Porto Salvo.

Am Nachmittag stand der internationale Austausch im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden stellten ihre Heimatländer und Schulsysteme vor, was zu spannenden Gesprächen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede führte. Anschließend folgte eine kulturelle Einheit über Kalabrien, in der wir nicht nur eine kurze Einführung in die italienische Sprache erhielten, sondern auch viel über die kalabrische Lebensweise und Mentalität erfuhren. Hierzu passend besuchten wir am Freitagvormittag gemeinsam den Wochenmarkt in Soverato. Dort erhielten wir spannende Einblicke in lokale Traditionen – von regionalen Lebensmitteln und Anbaumethoden bis hin zu traditionellem Handwerk.

Dienstag bis Freitag – Kurs „Stress Management“

Ab Dienstag startete mein Kurs zum Thema Stress Management, geleitet von Enza, einer erfahrenen Mentorin und Trainerin. Sie verfügt über umfassende Qualifikationen in den Bereichen Mentoring, Coaching, aktives Zuhören und konstruktives Feedback – die sie einsetzt, um ihre Trainees bei der Erreichung ihrer Ziele und ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen. Das Kurskonzept basiert auf der JUMP Academy-Methode, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen formaler und non-formaler Bildung sowie Indoor- und Outdoor-Aktivitäten schafft. An den Vormittagen standen theoretische Einheiten zu den Themen Stress verstehen und Umgang mit Stress im Lehrberuf auf dem Programm. Diese wurden stets mit praktischen, stressreduzierenden Übungen aus den Bereichen Self-Awareness, Achtsamkeit und Meditation kombiniert.

Durch die individuelle Betreuung war es möglich, persönliche Stressfaktoren gezielt zu erkennen, zu reflektieren und Strategien zu entwickeln, um sie im (Berufs-)Alltag besser zu bewältigen. Besonders hilfreich waren Übungen, die direkt ausprobiert, in den Seminaralltag integriert und anschließend gemeinsam reflektiert wurden.

Nachmittagsaktivitäten – Kultur und Praxis

Die Nachmittage standen im Zeichen von Bewegung, Natur und kulturellem Austausch. Am Dienstag besuchten wir Altsoverato, das historische Oberdorf, und erfuhren viel über die Entstehung der Stadt sowie über kulturelle Einflüsse anderer Nationen in Kalabrien.

Der Mittwochnachmittag war praxisorientiert gestaltet: Wir probierten selbstreflektierende und teambildende Aktivitäten aus, die sich auch für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern eignen. Zum Abschluss fand am Freitagnachmittag ein gemeinsamer Ausflug in ein malerisches, historisches Dorf statt, verbunden mit einem gemeinsamen Abschlussessen. Diese Gelegenheit bot Raum für Austausch, Rückblick und das Knüpfen neuer internationaler Kontakte.

Abreise am Samstag

Am Samstag endete meine Erasmus-Woche in Soverato. Mein Rückflug erfolgte von Catania auf Sizilien – mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und wertvollen Erkenntnissen im Gepäck.

Ergebnisse und persönliche Eindrücke

Der Kurs bot eine wertvolle Verbindung aus theoretischem Wissen, praktischen Übungen und interkulturellem Lernen. Besonders hervorzuheben ist die individuelle Betreuung durch die Trainerin, die es ermöglichte, persönliche Stressfaktoren zu identifizieren und konkrete Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln. Ich konnte zahlreiche Methoden kennenlernen, die im schulischen Alltag Anwendung finden können – insbesondere im Bereich Achtsamkeit, Selbstregulation und positive Kommunikation. Darüber hinaus trug der Austausch mit Lehrkräften aus verschiedenen europäischen Ländern zur Erweiterung meines pädagogischen und interkulturellen Horizonts bei.

Die Teilnahme am Erasmus+-Kurs in Soverato war eine äußerst bereichernde Erfahrung – sowohl beruflich als auch persönlich.

 

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