Mit dem heutigen Schulentwicklungstag hat das BBZ Dithmarschen eindrucksvoll gezeigt, wie ernst wir den Auftrag der Demokratiebildung nehmen. Der gesamte Tag – vom einleitenden Vortrag bis zu den vielfältigen Workshops – machte deutlich: Demokratie ist kein abstraktes Unterrichtsthema, sondern gelebte Praxis, gemeinsame Verantwortung und professionelles Handeln im Schulalltag.
Der Siegburger Konsens im Fokus – Haltung ist kein Zusatz, sondern Pflicht
Den Auftakt bildete der Vortrag von Michael Jansen, dem Initiator des Siegburger Konsenses. Diese Erklärung formuliert klar, was demokratische Schule bedeutet:
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Lehrkräfte sind nicht neutral gegenüber verfassungsfeindlichen Positionen.
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Sie beziehen professionell Stellung gegen Extremismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
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Sie schützen die freiheitlich‑demokratische Grundordnung aktiv.
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Sie fördern eine Schulkultur, die demokratische Werte sichtbar und erfahrbar macht.
Der Vortrag griff zentrale Aspekte zum Neutralitätsgebot auf, wie sie auch das Bildungsministerium benennt: Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Schule ist der Ort, an dem junge Menschen Demokratie erstmals bewusst erleben – und dafür braucht es Lehrkräfte, die Haltung zeigen, Orientierung geben und Grenzen klar benennen. Genau daran knüpfte der Vortrag an: Er machte deutlich, dass demokratische Bildung nur gelingt, wenn Lehrkräfte verfassungsfeindlichen Positionen aktiv widersprechen und die freiheitlich‑demokratische Grundordnung schützen. Damit setzte er den Rahmen für einen Tag, der Wissen vertiefte, Handlungssicherheit stärkte und demokratische Werte sichtbar machte.
Vielfältige Workshops – demokratische Bildung in der Breite
In zwei Workshopphasen konnten die Kolleginnen und Kollegen aus einem breiten Angebot wählen. Die Themen zeigten, wie umfassend Demokratiebildung gedacht wird – von Medienkompetenz über Extremismusprävention bis hin zu Gleichstellung und Rechtsstaatlichkeit – wie beispielsweise:
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Heider Stadtspaziergang zur politischen Bildung Historische Verantwortung im Stadtraum – ein lebendiger Zugang zu Demokratiegeschichte.
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Antimuslimischer Rassismus / Interkulturelle Kompetenz Reflexion, Intervention, Perspektivwechsel – für eine diskriminierungssensible Schule.
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Journalismus in Zeiten von Desinformation Wie manipulative Inhalte funktionieren – und wie kritische Medienbildung dagegenhält.
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Rechtsextremismus im Klassenzimmer erkennen und begegnen Konkrete Handlungssicherheit für Situationen, in denen Lehrkräfte klar Stellung beziehen müssen.
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Wie Antifeminismus unsere Demokratie gefährdet Ein Blick auf demokratische Gleichberechtigung und aktuelle gesellschaftliche Debatten.
Diese Vielfalt zeigt: Demokratiebildung ist kein Einzelthema, sondern durchzieht alle pädagogischen Bereiche.
Demokratie als Haltung – und als Auftrag
Der Tag machte deutlich, wie konsequent das BBZ diesen Auftrag annimmt: durch fachliche Expertise, durch Austausch, durch konkrete Handlungsmöglichkeiten und durch die Bereitschaft, sich gemeinsam weiterzuentwickeln.
Gemeinsamer Abschluss: Austausch, Reflexion, Ausblick
Im kollegialen Austausch wurden Ideen, Perspektiven und erste Umsetzungsschritte diskutiert. Die Resonanz war eindeutig: Demokratiebildung ist ein Prozess, den wir gemeinsam gestalten – mit Haltung, Professionalität und Mut.