Erasmus+ Praktikum in Innsbruck: Einblick in die Kulturverwaltung der Landeshauptstadt

Im Rahmen des Erasmus+ habe ich ein dreiwöchiges Praktikum bei der Landeshauptstadt Innsbruck in Österreich absolviert.

Anders als in Deutschland ist die Stadtverwaltung Innsbruck in Magistratsabteilungen unterteilt.  Ich war in der Magistratsabteilung V eingesetzt, genauer gesagt im Kulturamt.

Das Kulturamt ist wiederum in Referate unterteilt. Darunter fallen die Kulturentwicklung und Förderungen, Bildende Kunst und Kulturprojekte, Städtische Musikschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv/ Stadtmuseum.

Ich habe vor allem viel im Referat ,,Kulturentwicklung und Förderungen‘‘ mitgeholfen.

Das Amt für Kultur hat seinen Sitz mitten in der Innsbrucker Altstadt, ein sehr toller Ort für Touristen. In der Altstadt sind unter anderem der Stadtturm, das goldene Dachl (eine historische Sehenswürdigkeit), Restaurants und viele Einkaufsmöglichkeiten.

Hauptsächlich habe ich am Kulturausgabenbericht 2025 mitgearbeitet. In diesem Bericht wird eine Aufstellung aller Finanzen der Stadt Innsbruck abgedruckt.

Dort steht unter anderem drinnen, welche Ämter die meisten Kosten tragen und wofür das Geld größtenteils verwendet wird.

Des Weiteren habe ich mich viel mit Vergaberecht beschäftigt und durfte eine Übersicht der Preise und Stipendien sowie der Proberäume anfertigen, die die Stadt Innsbruck vergibt.

Da das Kulturamt vor allem auch die städtischen Einrichtungen, wie zum Beispiel die Stadtbibliothek oder das Stadtarchiv verwaltet, bin ich auch in den Einrichtungen unterwegs gewesen und habe dort alles gezeigt bekommen.

Besonders interessant waren im Stadtarchiv die alten Akten, die dort gesammelt und aufbewahrt werden.

Die älteste Akte, die im Stadtarchiv zu finden ist, ist eine Urkunde, nämlich die Bestätigung des Innsbrucker Stadtrechts aus dem Jahr 1239.

Aber auch Fotos, Gemälde, Plakate und viele weitere Dokumente sind dort zu finden.

Bekannt ist Innsbruck auch für seine Olympischen Winterspiele. Aus diesem Grund werden alle historischen Gegenstände davon ebenfalls im Stadtarchiv aufbewahrt. Dazu gehören unter anderem Urkunden, Medaillen und vieles mehr.

Ebenfalls auffällig war dort ein beliebtes Maskottchen der Olympischen Winterspiele, ein Schneemann mit einem roten Hut, auch ,,Schneemandl‘‘ genannt. Davon werden Flyer und andere Gegenstände sowie Stofftiere im Stadtarchiv gelagert.

Mein persönliches Highlight während meines Praktikums in Innsbruck waren die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, welche im Schloss Ambras im Spanischen Saal stattgefunden haben.

Die Innsbrucker Festwochen sind ein Festival mit Musik aus Mittelalter, Renaissance, Barock und Klassik und finden jedes Jahr im Sommer seit 1976 statt.

Dieses Jahr war es sehr besonders, da es das 50. Jubiläum der Festwochen der Alten Musik war, dass selbst der Bundespräsident von Österreich Alexander Van der Bellen eine Rede dort gehalten hat.

Ein sehr touristenreicher Ort und gleichzeitig mein Arbeitsplatz in Innsbruck war der Stadtturm in der Altstadt. Somit hatte ich die Möglichkeit, den Stadtturm vor den regulären Öffnungszeiten zu besteigen und den Ausblick kostenfrei zu bewundern.

Nach dem Erklimmen von 133 Stufen hat man in 31 Metern Höhe einen perfekten Rundblick auf die gesamte Stadt.

Alles in allem waren die drei Wochen sehr ereignisreich und aufregend.

Das Praktikum hat mir die Möglichkeit gegeben viele neue Sachen kennenzulernen, ein anderes Land zu bereisen und gleichzeitig in eine andere Verwaltung reinzuschnuppern.

Das war für mich eine sehr einmalige und vor allem eine neue Erfahrung und es lohnt sich, dieses Erlebnis gehabt zu haben.

von Valeria Vasileva