Erasmus in Dublin: Drei Wochen voller Sprache, Kultur und persönlicher Entwicklung

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement hatte ich die Möglichkeit, an einem Erasmus-Programm in Dublin teilzunehmen. Vom 05.07.2026 bis zum 24.07.2026 besuchte ich dort den KIC-Kurs, einen Business-Englisch-Kurs auf C1-Niveau. Diese drei Wochen haben mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht und werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Während meines Aufenthalts wohnte ich bei einer sehr freundlichen Gastfamilie. Mein Zimmer teilte ich mir mit zwei anderen deutschen Mädchen, wodurch ich schnell Anschluss fand. Die Gastfamilie spielte eine wichtige Rolle dabei, uns die irische Kultur näherzubringen. Sie versorgte uns mit hilfreichen Ausflugstipps und sorgte dafür, dass wir uns jederzeit willkommen fühlten. Ein besonderes Highlight war die Überraschung unseres Gastvaters: Er schenkte uns Karten für einen irischen Kulturabend, bei dem wir traditionelle Volksmusik hören und beeindruckende Tänze erleben konnten.

Der Sprachkurs bestand aus insgesamt 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die alle aus Deutschland kamen. Neun von ihnen kannten sich bereits, da sie gemeinsam mit ihrem Lehrer aus derselben Berufsschulklasse angereist waren. Anfangs war ich daher etwas unsicher, da ich niemanden kannte. Diese Sorge war jedoch unbegründet, denn die Gruppe nahm mich sehr herzlich auf. Da ich mich mit allen gut verstand, wurde ich sogar zum gemeinsamen Klassenessen eingeladen – dabei entstanden viele schöne Erinnerungen und neue Freundschaften.

Zu Beginn fiel es mir etwas schwer, mich an die dauerhafte Kommunikation auf Englisch zu gewöhnen. Nach kurzer Zeit legte sich diese Unsicherheit und ich konnte mich aktiv in Gespräche und Unterrichtseinheiten einbringen. Besonders wertvoll war für mich, dass ich mein Englisch sowohl für das Berufsleben als auch für den privaten Alltag verbessern konnte. Im Unterricht lernte ich viele neue Begriffe, Redewendungen und Kommunikationsstrategien kennen, die mir in meiner beruflichen Zukunft sicherlich zugutekommen werden.

Neben dem Sprachunterricht hatten wir alle zwei Tage eine sogenannte „Irish Culture Class“. Dort erhielten wir spannende Einblicke in die Geschichte, Traditionen und Lebensweise der Iren. Zusätzlich organisierte die Schule verschiedene Ausflüge, darunter Museumsbesuche, Unternehmensbesichtigungen und eine Stadttour durch Dublin. Dadurch konnten wir die Stadt und ihre Kultur nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennenlernen.

Auch in unserer Freizeit nutzten wir jede Gelegenheit, Irland zu erkunden. An den Wochenenden unternahm ich gemeinsam mit meinen Zimmergenossinnen verschiedene Ausflüge. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Besuch der berühmten Cliffs of Moher. Für diesen Ausflug mieteten wir ein Auto und fuhren gemeinsam an die beeindruckenden Steilklippen an der irischen Westküste.

Außerdem ließen wir einige Abende gemütlich in den zahlreichen Bars Dublins ausklingen und genossen die besondere Atmosphäre der Stadt.

Rückblickend war der Erasmus-Aufenthalt für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Da ich die meiste Zeit auf mich allein gestellt war, konnte ich persönlich wachsen und lernte, selbstständiger zu werden. Gleichzeitig verbesserte ich durch die tägliche Anwendung der englischen Sprache meine Sprachkenntnisse deutlich. Das größte Highlight der gesamten Reise waren für mich jedoch die Menschen. Sowohl meine Gastfamilie als auch die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie die Menschen vor Ort begegneten mir mit großer Offenheit, Freundlichkeit und Herzlichkeit.

Ich kann jedem empfehlen, an einem Erasmus-Programm teilzunehmen. Niemand sollte Angst davor haben, einen solchen Schritt zu wagen. Die Erfahrungen, die man sammelt, die Menschen, die man kennenlernt, und die persönlichen Fortschritte, die man macht, sind jede Herausforderung wert. Mein Aufenthalt in Dublin war eine unvergessliche Zeit, die ich jederzeit wiederholen würde.

 

Berufsbildung im Dialog: Unsere Erasmus-Gruppenaktivität in Fosnavåg, Norwegen

Im Rahmen einer Erasmus-Gruppenaktivität reiste unsere Gruppe deutscher Auszubildender und Lehrkräfte vom BBZ Dithmarschen vom 20. bis zum 27. September 2026 nach Fosnavåg in Norwegen. Ziel der Reise war es, den fachlichen und persönlichen Austausch mit einer norwegischen Partnerklasse zu fördern, Einblicke in das norwegische Berufsbildungssystem zu gewinnen und gemeinsam an praktischen Projekten zu arbeiten. Darüber hinaus standen Teambildung, kultureller Austausch, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie die Entwicklung zukünftiger Kooperationen im Mittelpunkt.

Anreise und Auftakt

Am Sonntag, den 20. September, traf sich die deutsche Gruppe am Pendlerparkplatz an der A23. Von dort erfolgte die gemeinsame Fahrt zum Flughafen Hamburg. Die Anreise führte mit dem Flugzeug über Bergen nach Ålesund. Anschließend erfolgte die Weiterfahrt mit Mietwagen zur Unterkunft am Lanternen Campingplatz.

Am Montag begann das offizielle Erasmus-Programm mit dem Besuch der Partnerschule in Fosnavåg. Die deutsche Gruppe wurde um 8:30 Uhr von der norwegischen Zimmererklasse und den betreuenden Lehrkräften empfangen. Nach der Vorstellung des Wochenprogramms durch Joakim und der Begrüßung durch die Schulleitung folgte ein Rundgang durch die Schule und insbesondere durch die Werkstätten.

Zum gegenseitigen Kennenlernen wurde anschließend eine Teambuilding-Aktivität durchgeführt. Beim gemeinsamen Axtwerfen konnten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte erste Kontakte knüpfen und Hemmschwellen überwinden. Bis zum Mittag bestand zudem Gelegenheit zu ersten fachlichen und persönlichen Gesprächen zwischen den deutschen und norwegischen Teilnehmenden.

Am Nachmittag stand eine weitere gemeinschaftliche Aktivität auf dem Programm. Am Herøy Kajak Club erhielten die Teilnehmenden eine Sicherheitseinweisung und wurden mit Kajaks, Paddeln, Vollkörperanzügen und Schwimmwesten ausgestattet. Bei einer etwa sechs Kilometer langen Kajaktour rund um die Insel Nautoja konnten die Teilnehmenden die beeindruckende Landschaft der norwegischen Küstenregion kennenlernen. Ein gemeinsamer Zwischenstopp an einem westlich gelegenen Bootshaus mit anschließendem Grillen bot Gelegenheit zum Austausch und zur weiteren Festigung der Gruppe.

Fachlicher und politischer Austausch

Am Dienstag begann der fachliche Teil des Programms. In einer theoretischen Unterrichtseinheit stellte die norwegische Partnerschule ihr Projekt zum Bau und zur Montage eines Bootshauses im Rahmen der Zimmererausbildung vor. Anschließend wurden Werkzeuge und Materialien für den Aufbau eines Gerüstes vorbereitet, das später im Rahmen einer Berufsmesse in Volda eingesetzt werden sollte.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Austausch über Europa und Politik. Gemeinsam mit der norwegischen Zimmererklasse beschäftigten sich die Teilnehmenden im Wirtschafts- und Politikunterricht mit der Europäischen Union und der politischen Situation Norwegens im Vergleich zu anderen Ländern. Dadurch erhielten die deutschen Auszubildenden einen Einblick in gesellschaftliche und politische Besonderheiten Norwegens.

Am Nachmittag besuchte die Gruppe die lokale Sande Seafarm Production in Gjerdsvika. Bei einer Führung durch den Inhaber erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die nachhaltige Fischwirtschaft und insbesondere in die Produktion von Heilbutt. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung der Schutz der heimischen Gewässer und der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen für die regionale Wirtschaft besitzen.

Am Nachmittag begann die kooperative praktische Unterrichtseinheit zum Bau eines Dachstuhlmodells. Die deutschen und norwegischen Auszubildenden arbeiteten in gemischten Gruppen. Nach einem Aufriss im Maßstab 1:1 wurden die nächsten Arbeitsschritte gemeinsam geplant und umgesetzt. Die deutschen Auszubildenden konnten dabei ihre bereits erworbenen Erfahrungen einbringen und die norwegischen Partner bei der praktischen Umsetzung unterstützen. Gleichzeitig konnten beide Seiten unterschiedliche Arbeitsweisen und Vorgehensweisen kennenlernen.

Gemeinsames Bauprojekt und Berufsmesse

Am Mittwoch wurde die praktische Gruppenarbeit fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen das Anreißen und Ausarbeiten von Sparren und Gratsparren. Die Arbeit erfolgte weiterhin in gemischten Gruppen und erforderte eine enge Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung.

Am Mittag fuhr die Gruppe nach Volda, um dort beim Aufbau der Berufsmesse der Schulen des Bezirks mitzuwirken. Die vorbereiteten Gerüstteile wurden ausgeladen und anschließend zu einer Konstruktion zwischen zwei Türmen aufgebaut. Die Arbeiten erfolgten arbeitsteilig und wurden teilweise per Zeitraffer dokumentiert.

Neben der praktischen Arbeit konnten die deutschen Teilnehmenden dabei Besonderheiten der norwegischen Bauweise und der dort geltenden Sicherheitsvorkehrungen kennenlernen. Die gemeinsame Bewältigung der Aufgabe stärkte die Teamarbeit und zeigte, wie unterschiedliche Erfahrungen und Fähigkeiten in einem internationalen Arbeitsumfeld miteinander verbunden werden können.

Berufsorientierung, Kultur und Natur

Der Donnerstag begann mit dem Besuch der Berufsmesse in Volda. Nach einer gemeinsamen Ankunft wurde die Gruppe aufgeteilt. Eine Gruppe erkundete Volda und Ørsta im Rahmen einer Stadtbesichtigung, während die zweite Gruppe eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt unternahm. Beide Aktivitäten boten die Möglichkeit, die Region und ihre kulturellen sowie landschaftlichen Besonderheiten kennenzulernen.

Anschließend trafen sich alle Teilnehmenden wieder auf der Berufsmesse. Dort wurde das am Vortag errichtete Gerüst gemeinsam abgebaut und für den Rücktransport vorbereitet. Auch dieser Arbeitsschritt wurde in Gruppen durchgeführt und dokumentiert.

Am Abend führte die Gruppe die gemeinsame Fahrt nach Mulevika. Die westlich gelegene Strandbucht bot einen besonderen Abschluss des Tages. Bei frischer Meeresluft und Brandung konnten die Teilnehmenden die beeindruckende norwegische Küstenlandschaft erleben und den Sonnenuntergang gemeinsam genießen.

Umweltbildung und historische Handwerkstechniken

Am Freitag fand zunächst eine getrennte Gesprächsrunde statt. Während sich die Auszubildenden im Klassenraum trafen, nutzten die Lehrkräfte die Gelegenheit zu einem Austausch im Lehrerzimmer.

Anschließend fuhr die gesamte Gruppe auf die Insel Runde. Im Runde Miljøsenter erhielten die Teilnehmenden eine Führung zu verschiedenen Themen des Meeresschutzes. Dabei wurden Zusammenhänge zwischen Plankton, Fischbeständen und Seevögeln ebenso thematisiert wie die Auswirkungen des Klimawandels und Möglichkeiten zur Vermeidung von Meeresverschmutzung. Der Besuch ergänzte die zuvor behandelten Themen der nachhaltigen Fischwirtschaft und vermittelte einen umfassenden Eindruck von der Bedeutung des Schutzes mariner Ökosysteme.

In der Mittagspause fand ein Austausch mit der Schulleitung statt. Im Mittelpunkt standen die bisherigen Erfahrungen sowie Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit und weitere gemeinsame Erasmus-Projekte.

Am Nachmittag folgte ein weiterer fachlicher Höhepunkt der Woche. Nach der Vorbereitung der Montagearbeiten fuhr die Gruppe zum Kystmuseet. Dort arbeiteten die deutschen und norwegischen Auszubildenden gemeinsam an der Montage eines Dachstuhls für ein historisches Gebäude. Dabei kamen traditionelle Holzverbindungen wie Holznägel und Zapfenverbindungen zum Einsatz. Die Teilnehmenden konnten dadurch historische Handwerkstechniken kennenlernen und gleichzeitig ihre eigenen fachlichen Kenntnisse praktisch anwenden.

Zum Abschluss des Tages fand im Ausstellungsraum des Museums ein gemeinsames Feedbackgespräch statt. Die Teilnehmenden konnten ihre Eindrücke schildern, Erfahrungen austauschen und die gemeinsame Woche reflektieren. Am Abend wurde die Erasmus-Woche bei einem gemeinsamen Essen in Fosnavåg mit den norwegischen Auszubildenden und Lehrkräften weiter vertieft.

Gemeinsame Aktivitäten und Abschluss

Am Samstag wurde das Programm erneut in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe nahm gemeinsam mit Auszubildenden und Eltern der Gastgeber an einer Wanderung zum Vogelfelsen auf Runde teil. Die Aktivität knüpfte unmittelbar an den Besuch des Runde Miljøsenter an und verband die dort vermittelten Inhalte zum Meeresschutz mit einer praktischen Erfahrung in der Natur.

Die zweite Gruppe unternahm eine leichtere Wanderung zum Leuchtturm bei Kvalsvik auf Nerlandsøya und anschließend einen Stadtrundgang in Fosnavåg. Beide Gruppen konnten dadurch nochmals die Landschaft und das kulturelle Umfeld der Region kennenlernen.

Abends wurde in unserer Unterkunft gemeinsam gekocht und zusammen gegessen!

Zum Abschluss der gemeinsamen Aktivitäten kamen alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Beisammensein zusammen. In einem abschließenden Feedbackgespräch wurde die vergangene Erasmus-Woche reflektiert. Dabei wurden Erfahrungen, positive Eindrücke und Verbesserungsvorschläge für zukünftige Erasmus-Gruppenaktivitäten ausgetauscht.

Am Sonntag, den 27. September 2026, erfolgte die Rückreise der deutschen Gruppe nach Deutschland.

Fazit

Die Erasmus-Gruppenaktivität in Fosnavåg verband berufliche Bildung, internationale Zusammenarbeit, kulturellen Austausch, Teambildung und Umweltbildung auf vielfältige Weise. Besonders die gemeinsame praktische Arbeit der deutschen und norwegischen Zimmerer-Auszubildenden stellte einen zentralen Bestandteil der Woche dar. Durch die gemischten Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmenden ihre fachlichen Kenntnisse einbringen, voneinander lernen und unterschiedliche Arbeits- und Ausbildungsmethoden kennenlernen.

Die verschiedenen praktischen Projekte – vom Dachstuhlmodell über den Gerüstbau bis hin zur Montage eines historischen Dachstuhls – ermöglichten einen direkten Vergleich handwerklicher Arbeitsweisen. Gleichzeitig boten die gemeinsamen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts zahlreiche Möglichkeiten, persönliche Kontakte aufzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Die Besuche bei der Sande Seafarm Production und dem Runde Miljøsenter erweiterten das Programm um wichtige Themen der Nachhaltigkeit, des Meeresschutzes und des verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Wanderungen, Kajakfahren, Stadtbesichtigungen und weitere gemeinsame Aktivitäten ermöglichten darüber hinaus einen authentischen Einblick in die norwegische Landschaft und Lebensweise.

Insgesamt bot die Erasmus-Woche den Auszubildenden und Lehrkräften zahlreiche Möglichkeiten, fachliche und persönliche Erfahrungen zu sammeln, internationale Kontakte zu vertiefen und neue Impulse für die berufliche Ausbildung zu gewinnen. Der Austausch legte gleichzeitig eine gute Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit der beteiligten Schulen und für zukünftige gemeinsame Erasmus-Projekte.

Gesche Früchtenicht und Matthias Haupt

Erasmus+ in Athen: Unterwegs für innovative Unterrichtsmethoden und europäischen Austausch

Unter dem Motto „Innovative teaching methods“ machte sich eine Lehrkraft unserer Schule auf den Weg nach Athen. Gemeinsam mit insgesamt 10 Teilnehmenden aus Rumänien, Slowenien, Estland, Portugal und Deutschland bot die Fortbildung eine ideale Plattform, um moderne Pädagogik neu zu denken, digitale Tools auszuprobieren und den internationalen Schul- und Kulturaustausch aktiv zu leben.

Methodische Innovationen & Pädagogik für die Zukunft

Im Zentrum des Seminars stand die Frage, wie moderner Unterricht gestaltet sein muss, um den Anforderungen der „Gen Alpha“ gerecht zu werden. Neben der Reframing-Rolle der Lehrkraft hin zum Lernbegleiter wurden Kernkompetenzen und methodische Konzepte erarbeitet:

  • Die 4K-Modell & Core Skills: Im Fokus standen die 4K’s (Kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration und Kreativität) sowie das Global framework on core skills for life and work in the 21st century der International Labour Organization (ILO).
  • Moderne Lernformen: Praktische Zugänge über Project Based Learning, Non-Formal Education und den Experiential Learning Circle zeigten Wege auf, wie Handlungsorientierung im Klassenraum gestärkt wird.
  • Game Based Learning vs. Gamification: Die Teilnehmenden analysierten die Unterschiede zwischen spielbasiertem Lernen und dem gezielten Einsatz von Spielmechanismen zur Steigerung der Motivation von Schülerinnen und Schülern.
  • Digitale Medien & Emotionen: Tools wie Padlet wurden zur kollaborativen Dokumentation eingesetzt, während Instrumente wie das Wheel of Emotion Ansätze lieferten, um emotionale und soziale Kompetenzen im Schulalltag aufzugreifen.

Interkultureller Austausch & Schulsysteme im Vergleich

Neben den fachlichen Inputs lebte das Seminar vom intensivem Austausch der fünf Teilnehmerländer. In Diskussionsrunden wurden die Besonderheiten der jeweiligen Schulsysteme beleuchtet, Best-Practice-Beispiele geteilt und Ideen für zukünftige europäische Partnerschaften gesponnen.

Auf den Spuren der Antike: Kultur und Gemeinschaft

Das Begleitprogramm führte die Gruppe zu den bedeutendsten historischen Stätten Athens:

  • Akropolis & Parthenon:Eindrucksvolle Einblicke in das weltberühmte Wahrzeichen und die architektonischen Meisterwerke der Antike.
  • Odeon des Herodes Atticus:Das imposante antike Theater am Südhang der Akropolis beeindruckte mit seiner Geschichte.
  • Pnyx & Antike Agora:Auf dem Pnyx-Hügel und dem antiken Marktplatz (Agora) spürten die Teilnehmenden den historischen Wurzeln der Demokratie und des öffentlichen Lebens nach.
  • Syntagma-Platz & Monastiraki-Platz:Vom politischen Zentrum am Syntagma-Platz bis hin zur quirligen Monastiraki-Platz erlebte die Gruppe den pulsierenden Rhythmus und das Alltagsleben des modernen Athens.

In der Freizeit rundeten ein gemeinsamer Strandbesuch sowie die Erkundung der vielfältigen griechischen Kulinarik in traditionellen Tavernen das Programm ab.

„Der Austausch über Ländergrenzen hinweg zeigt, wie ähnlich die Herausforderungen im Klassenzimmer überall in Europa sind – und wie viel wir voneinander lernen können.“

Ein großer Dank gilt dem Erasmus+ Programm für die Förderung dieser wertvollen Fortbildungserfahrung!

Ralf Appelt

 

Fotos:

Parthenon Tempel auf der Akropolis

Odeon des Herodes Atticus

Seminargruppe beim Stadtrundgang

Schulentwicklungstag „Wir tragen Demokratie“ – Ein starkes Zeichen für Haltung, Wissen und Verantwortung am BBZ Dithmarschen

Mit dem heutigen Schulentwicklungstag hat das BBZ Dithmarschen eindrucksvoll gezeigt, wie ernst wir den Auftrag der Demokratiebildung nehmen. Der gesamte Tag – vom einleitenden Vortrag bis zu den vielfältigen Workshops – machte deutlich: Demokratie ist kein abstraktes Unterrichtsthema, sondern gelebte Praxis, gemeinsame Verantwortung und professionelles Handeln im Schulalltag.
Der Siegburger Konsens im Fokus – Haltung ist kein Zusatz, sondern Pflicht
Den Auftakt bildete der Vortrag von Michael Jansen, dem Initiator des Siegburger Konsenses. Diese Erklärung formuliert klar, was demokratische Schule bedeutet:
  • Lehrkräfte sind nicht neutral gegenüber verfassungsfeindlichen Positionen.
  • Sie beziehen professionell Stellung gegen Extremismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
  • Sie schützen die freiheitlich‑demokratische Grundordnung aktiv.
  • Sie fördern eine Schulkultur, die demokratische Werte sichtbar und erfahrbar macht.
Der Vortrag griff zentrale Aspekte zum Neutralitätsgebot auf, wie sie auch das Bildungsministerium benennt: Neutralität bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Schule ist der Ort, an dem junge Menschen Demokratie erstmals bewusst erleben – und dafür braucht es Lehrkräfte, die Haltung zeigen, Orientierung geben und Grenzen klar benennen. Genau daran knüpfte der Vortrag an: Er machte deutlich, dass demokratische Bildung nur gelingt, wenn Lehrkräfte verfassungsfeindlichen Positionen aktiv widersprechen und die freiheitlich‑demokratische Grundordnung schützen. Damit setzte er den Rahmen für einen Tag, der Wissen vertiefte, Handlungssicherheit stärkte und demokratische Werte sichtbar machte.
Vielfältige Workshops – demokratische Bildung in der Breite
In zwei Workshopphasen konnten die Kolleginnen und Kollegen aus einem breiten Angebot wählen. Die Themen zeigten, wie umfassend Demokratiebildung gedacht wird – von Medienkompetenz über Extremismusprävention bis hin zu Gleichstellung und Rechtsstaatlichkeit – wie beispielsweise:
  • Heider Stadtspaziergang zur politischen Bildung Historische Verantwortung im Stadtraum – ein lebendiger Zugang zu Demokratiegeschichte.
  • Antimuslimischer Rassismus / Interkulturelle Kompetenz Reflexion, Intervention, Perspektivwechsel – für eine diskriminierungssensible Schule.
  • Journalismus in Zeiten von Desinformation Wie manipulative Inhalte funktionieren – und wie kritische Medienbildung dagegenhält.
  • Rechtsextremismus im Klassenzimmer erkennen und begegnen Konkrete Handlungssicherheit für Situationen, in denen Lehrkräfte klar Stellung beziehen müssen.
  • Wie Antifeminismus unsere Demokratie gefährdet Ein Blick auf demokratische Gleichberechtigung und aktuelle gesellschaftliche Debatten.
Diese Vielfalt zeigt: Demokratiebildung ist kein Einzelthema, sondern durchzieht alle pädagogischen Bereiche.
Demokratie als Haltung – und als Auftrag
Der Tag machte deutlich, wie konsequent das BBZ diesen Auftrag annimmt: durch fachliche Expertise, durch Austausch, durch konkrete Handlungsmöglichkeiten und durch die Bereitschaft, sich gemeinsam weiterzuentwickeln.
Gemeinsamer Abschluss: Austausch, Reflexion, Ausblick
Im kollegialen Austausch wurden Ideen, Perspektiven und erste Umsetzungsschritte diskutiert. Die Resonanz war eindeutig: Demokratiebildung ist ein Prozess, den wir gemeinsam gestalten – mit Haltung, Professionalität und Mut.

Warn- und Bevölkerungsschutztage 2026 am BBZ Dithmarschen

Gemeinsam vorbereitet – Lernen für Sicherheit, Resilienz und Verantwortung
Am 10. und 11. September fanden am BBZ Dithmarschen die diesjährigen Warn- und Bevölkerungsschutztage statt. Die Aktionstage boten unseren Lernenden die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen rund um Krisenvorsorge, Handlungssicherheit und gesellschaftliche Resilienz auseinanderzusetzen. Ziel war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig klare Abläufe, fundiertes Wissen und gemeinsames Üben im Ernstfall sind.
Vielfältige Einblicke in den Bevölkerungsschutz
An beiden Standorten – am 10.09. in Heide und am 11.09. in Meldorf – standen Begegnungen mit Organisationen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes im Mittelpunkt. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten Einsatzkräfte und Fachleute direkt erleben, Fragen stellen und echte Einsatzfahrzeuge sowie technische Ausstattung aus nächster Nähe kennenlernen.
Vertreten waren unter anderem:
  • die DRK-Bereitschaften Heide und Albersdorf sowie die Wasserwacht Heide
  • die Feuerwehr Heide und die Freiwillige Feuerwehr Meldorf
  • der Löschzug Gefahrgut des Kreises Dithmarschen
  • die Drohneneinheit und die Regieeinheit IuK
  • Referenten des Kreises Dithmarschen
  • die Bundeswehr
Durch Impulsvorträge, praktische Demonstrationen und persönliche Gespräche erhielten die Lernenden einen umfassenden Eindruck davon, wie komplex und zugleich gemeinschaftlich getragen Bevölkerungsschutz funktioniert.
Stärkung von Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftssinn
Die Aktionstage machten deutlich, wie sehr Sicherheit auch ein pädagogisches Thema ist: Selbstwirksamkeit, informierte Entscheidungen und das Verständnis für Abläufe im Notfall stärken nicht nur die individuelle Handlungssicherheit, sondern auch das Miteinander in unserer Schulgemeinschaft. Die Begegnungen mit den Einsatzkräften zeigten eindrucksvoll, wie wichtig Engagement, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein für den Bevölkerungsschutz sind.
Dank an alle Beteiligten
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Organisationen, Ehrenamtlichen und Vortragenden, die diese beiden Tage so praxisnah und lebendig gestaltet haben. Ihr Einsatz ermöglicht unseren Lernenden wertvolle Erfahrungen und trägt dazu bei, Sicherheit und Vorsorge als gemeinschaftliche Aufgabe sichtbar zu machen.

Trägertag Sozialpädagogik 2026 am BBZ Dithmarschen

Gemeinsam für die Praxis – Begegnungen, Impulse und Vernetzung
Am 10. September fand im Altbau des BBZ Dithmarschen der Trägertag der Abteilung Sozialpädagogik statt. Die Veranstaltung bot unseren Schülerinnen und Schülern der Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistenz sowie den angehenden Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit, mit einer Vielzahl sozialpädagogischer Träger und Einrichtungen in direkten Austausch zu treten und sich über berufliche Perspektiven zu informieren.
Ein vielfältiges Bild der sozialpädagogischen Praxis
Der Trägertag präsentierte sich als „bunter Blumenstrauß“ an Arbeitsfeldern und pädagogischen Ansätzen: Unterschiedlichste Einrichtungen stellten ihre Arbeit vor, informierten über Tätigkeitsbereiche und boten Einblicke in die Vielfalt sozialpädagogischer Praxis. Die Lernenden konnten Fragen stellen, Unsicherheiten klären und erste Kontakte für Hospitationen oder Praktika knüpfen.
Die Atmosphäre war geprägt von Offenheit, Begegnung und lebendigem Miteinander. Neben fachlichen Gesprächen entstanden viele persönliche Momente – es wurde gelacht, getanzt und gemeinsam ausprobiert. Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd der direkte Austausch zwischen Schule und Praxis ist.
Praxisnah, verbindend und zukunftsorientiert
Für die angehenden sozialpädagogischen Fachkräfte ist der Trägertag ein zentraler Baustein ihrer beruflichen Orientierung. Er stärkt Selbstvertrauen, erweitert Perspektiven und macht deutlich, wie vielfältig und sinnstiftend die Arbeit in der Sozialpädagogik ist. Gleichzeitig fördert er die Vernetzung zwischen Schule und regionalen Einrichtungen und schafft eine Grundlage für zukünftige Kooperationen.
Dank an alle Beteiligten
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Trägern, Einrichtungen und Mitarbeitenden, die diesen Tag mitgestaltet haben. Euer Engagement, eure Offenheit und eure vielfältigen Impulse machen den Trägertag zu einem wertvollen Bestandteil unserer Ausbildungskultur.

Erasmus+ Praktikum in Innsbruck: Einblick in die Kulturverwaltung der Landeshauptstadt

Im Rahmen des Erasmus+ habe ich ein dreiwöchiges Praktikum bei der Landeshauptstadt Innsbruck in Österreich absolviert.

Anders als in Deutschland ist die Stadtverwaltung Innsbruck in Magistratsabteilungen unterteilt.  Ich war in der Magistratsabteilung V eingesetzt, genauer gesagt im Kulturamt.

Das Kulturamt ist wiederum in Referate unterteilt. Darunter fallen die Kulturentwicklung und Förderungen, Bildende Kunst und Kulturprojekte, Städtische Musikschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv/ Stadtmuseum.

Ich habe vor allem viel im Referat ,,Kulturentwicklung und Förderungen‘‘ mitgeholfen.

Das Amt für Kultur hat seinen Sitz mitten in der Innsbrucker Altstadt, ein sehr toller Ort für Touristen. In der Altstadt sind unter anderem der Stadtturm, das goldene Dachl (eine historische Sehenswürdigkeit), Restaurants und viele Einkaufsmöglichkeiten.

Hauptsächlich habe ich am Kulturausgabenbericht 2025 mitgearbeitet. In diesem Bericht wird eine Aufstellung aller Finanzen der Stadt Innsbruck abgedruckt.

Dort steht unter anderem drinnen, welche Ämter die meisten Kosten tragen und wofür das Geld größtenteils verwendet wird.

Des Weiteren habe ich mich viel mit Vergaberecht beschäftigt und durfte eine Übersicht der Preise und Stipendien sowie der Proberäume anfertigen, die die Stadt Innsbruck vergibt.

Da das Kulturamt vor allem auch die städtischen Einrichtungen, wie zum Beispiel die Stadtbibliothek oder das Stadtarchiv verwaltet, bin ich auch in den Einrichtungen unterwegs gewesen und habe dort alles gezeigt bekommen.

Besonders interessant waren im Stadtarchiv die alten Akten, die dort gesammelt und aufbewahrt werden.

Die älteste Akte, die im Stadtarchiv zu finden ist, ist eine Urkunde, nämlich die Bestätigung des Innsbrucker Stadtrechts aus dem Jahr 1239.

Aber auch Fotos, Gemälde, Plakate und viele weitere Dokumente sind dort zu finden.

Bekannt ist Innsbruck auch für seine Olympischen Winterspiele. Aus diesem Grund werden alle historischen Gegenstände davon ebenfalls im Stadtarchiv aufbewahrt. Dazu gehören unter anderem Urkunden, Medaillen und vieles mehr.

Ebenfalls auffällig war dort ein beliebtes Maskottchen der Olympischen Winterspiele, ein Schneemann mit einem roten Hut, auch ,,Schneemandl‘‘ genannt. Davon werden Flyer und andere Gegenstände sowie Stofftiere im Stadtarchiv gelagert.

Mein persönliches Highlight während meines Praktikums in Innsbruck waren die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, welche im Schloss Ambras im Spanischen Saal stattgefunden haben.

Die Innsbrucker Festwochen sind ein Festival mit Musik aus Mittelalter, Renaissance, Barock und Klassik und finden jedes Jahr im Sommer seit 1976 statt.

Dieses Jahr war es sehr besonders, da es das 50. Jubiläum der Festwochen der Alten Musik war, dass selbst der Bundespräsident von Österreich Alexander Van der Bellen eine Rede dort gehalten hat.

Ein sehr touristenreicher Ort und gleichzeitig mein Arbeitsplatz in Innsbruck war der Stadtturm in der Altstadt. Somit hatte ich die Möglichkeit, den Stadtturm vor den regulären Öffnungszeiten zu besteigen und den Ausblick kostenfrei zu bewundern.

Nach dem Erklimmen von 133 Stufen hat man in 31 Metern Höhe einen perfekten Rundblick auf die gesamte Stadt.

Alles in allem waren die drei Wochen sehr ereignisreich und aufregend.

Das Praktikum hat mir die Möglichkeit gegeben viele neue Sachen kennenzulernen, ein anderes Land zu bereisen und gleichzeitig in eine andere Verwaltung reinzuschnuppern.

Das war für mich eine sehr einmalige und vor allem eine neue Erfahrung und es lohnt sich, dieses Erlebnis gehabt zu haben.

von Valeria Vasileva

BBZ Bühnenglück – Theater‑AG begeistert und startet neu durch

Mit großem Jubel und vielen glücklichen Gesichtern endeten am 29. Mai 2026 die diesjährigen Theatertage am BBZ. Nach einem intensiven Jahr mit wöchentlichen Proben präsentierten die 14 Schauspielerinnen und Schauspieler der Theater‑AG ihr Stück „Leonce und Lena oder was wir daraus gemacht haben“ nach Georg Büchner vier Abende lang auf der kleinen Studiobühne im Multifunktionalen Raum – kreativ, spritzig und klug inszeniert.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Menschen ihr Glück finden können: selbstbestimmt, hoffnungsvoll und gemeinsam. Das Drama aus dem Jahr 1836 wurde neu befragt, kritisch beleuchtet und humorvoll weitergedacht. Besonders die selbst verfassten Gedichte, Dialoge und Kommentare der Schülerinnen und Schüler ließen den historischen Text in einem modernen Licht erscheinen und machten ihn für heutige Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar zugänglich. So trugen Leonce und Lena am Ende – mit Sonnenbrillen statt Königskleidern – die Idee einer Zukunft auf die Bühne, die darauf wartet, von jungen Menschen mutig und leidenschaftlich gestaltet zu werden. Ein starkes Bild und ein großes Bühnenglück.

Die Theater‑AG bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern und blickt voller Vorfreude auf neue kreative Abenteuer im Schuljahr 2026/27.

 

Neues Schuljahr, neue Bühne – Die Theater‑AG formiert sich erneut

 

Bereits in den ersten Wochen des aktuellen Schuljahres hat sich eine neue, fröhliche Theatergruppe gefunden. Die Jugendlichen lernen sich kennen, entdecken in kreativen Übungen den Spaß am gemeinsamen Spiel und sammeln erste Themen, die sie bewegen und Grundlage für ein neues Stück werden könnten.

Die nächsten Theatertage finden vom 25. bis 28. Mai 2027 statt. Schon jetzt darf man gespannt sein, welche Ideen, Geschichten und Überraschungen die neue Theater‑AG bis dahin auf die Bühne bringen wird.

Umweltpreis Dithmarschen 2026: 2. Platz für unser Insektenhotel-Projekt

Die Unterstufe der angehenden Tischlerinnen und Tischler am BBZ Dithmarschen hat gemeinsam mit der 3. Klasse der Grundschule Bargenstedt ein beeindruckendes Nachhaltigkeitsprojekt umgesetzt: ein selbst geplantes und gebautes Insektenhotel, eingebettet in die BBNE‑Bildung und orientiert an den UNESCO‑Nachhaltigkeitszielen.

Am 11.06.2026 präsentierten unsere Auszubildenden der Jury des Umweltpreises Dithmarschen die gesamte Projektentwicklung – von der ersten Idee über die fachgerechte Planung bis zur handwerklichen Umsetzung. Besonders überzeugte die Jury, wie konsequent die Inhalte der Tischlerausbildung mit nachhaltigen Lernzielen verknüpft wurden.

Auch die Grundschülerinnen und Grundschüler stellten stolz ihren Beitrag vor. Sie zeigten, wie sie an der Gestaltung beteiligt waren, die ersten Kästen befüllt haben und im Unterricht Insekten per Steckbrief und Plakat erforschten. Die enge Verbindung zum Sachkundeunterricht wurde als besonders zukunftsweisend hervorgehoben – ein Projekt, das bleibt und weiterwächst.

Wir freuen uns sehr über den 2. Platz und das damit verbundene Preisgeld von 240 Euro. Gemeinsam überlegen wir nun, wie wir diese Summe kreativ und sinnvoll für weitere Nachhaltigkeitsideen einsetzen können.

Ein Erfolg, der zeigt: Gemeinsam können wir richtig viel bewegen.

Neue Schulpartnerschaft in Spanien & Ausbau unserer Partnerschaft in Norwegen

Erasmus+ – Enriching Lives, Opening Minds

Neue Partnerschaft mit der CIFP Rio Ebro in Miranda de Ebro (Spanien)

Wir freuen uns sehr über unsere neue Schulpartnerschaft mit der CIFP Rio Ebro in Miranda de Ebro, einer beruflichen Schule rund eine Stunde südlich von Bilbao. Über eTwinning, die europäische Onlineplattform für Erasmus+ Schulprojekte, konnten wir erfolgreich eine neue internationale Zusammenarbeit aufbauen.

Ein geplanter Besuch aus Spanien musste im April aufgrund von Flugzeugstreiks leider verschoben werden – doch jetzt blicken wir voller Vorfreude auf den Dezember, wenn wir das gemeinsame Projekt endlich starten können. Gemeinsam mit unseren spanischen Partnerinnen und Partnern möchten wir spannende Erasmus+ Aktivitäten entwickeln und die europäische Zusammenarbeit weiter stärken.

CIFP Rio Ebro: Web: cifprioebro.centros.educa.jcyl.es Instagram: @cifprioe

Ausbau der Partnerschaft mit der Herøy vidaregåande skule in Fosnavåg (Norwegen)

Im Februar 2026 haben wir unsere langjährige Partnerschule Herøy vidaregåande skule in Fosnavåg besucht, um zukünftige Erasmus+ Projekte zu planen. Während unseres Aufenthalts konnten wir in die vielfältigen Ausbildungsbereiche der Schule eintauchen, inspirierende Unterrichtsstunden erleben, gemeinsam mit norwegischen Schülerinnen und Schülern lernen und an spannenden Exkursionen teilnehmen. Die herzliche Aufnahme und die Einblicke in die norwegische Kultur haben unsere Partnerschaft weiter gestärkt.

Dank der intensiven Zusammenarbeit freuen wir uns sehr, dass wir mit drei gemeinsamen Erasmus+ Projekten in das Jahr 2026 starten:

Erasmus+ Mobilitäten im September/Oktober 2026

1. Group Mobility – Zimmerer-Ausbildung (8 Tage in Norwegen)

  • 5 Schülerinnen und Schüler der Zimmerer-Ausbildung
  • 2 Lehrkräfte
  • Thema: Mit Holz Brücken bauen – Nachhaltiges Holzhandwerk in europäischer Partnerschaft erleben

2. Blended Mobility – Berufliches Gymnasium (6 Tage in Norwegen)

  • 7 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums
  • 2 Lehrkräfte
  • Thema: North Sea Vocational College Partnership – Well-Being and Future Skills for a Sustainable Europe

3. Job Shadowing am BBZ Dithmarschen

  • 4 norwegische Lehrkräfte besuchen uns im September/Oktober 2026

Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Planung und darauf, die europäische Zusammenarbeit weiter auszubauen – gemeinsam für ein starkes, nachhaltiges und weltoffenes Europa.

Zusammenarbeit mit den Lehrkräften in Norwegen

Ausflug auf dem Wasser und an Land

Ausbildung an Schiffsmotoren

Zwei Schulen – Ein Ziel: Starke Lehrkräfte von morgen!

Netzwerktag der Referendarinnen & Referendare der BS Husum & des BBZ Dithmarschen

Am 12.06.2026 trafen sich die angehenden Lehrkräfte der Beruflichen Schulen Husum und des BBZ Dithmarschen in Heide zu einem intensiven, inspirierenden und richtig lebendigen Netzwerktag.

Nach einem ersten Austausch ging es direkt in die Praxis:
Gemeinsam wurde der Unterricht unseres Referendars Torben Franzenburg besucht – Thema:
„Arbeitszeugnisse richtig interpretieren – Eine Entscheidungshilfe für die Bewerberauswahl“
Ein starker Unterricht, der anschließend kollegial reflektiert und ausgewertet wurde.

Am Nachmittag drehte sich alles um Aktivierungsmethoden für den Unterricht.
Lieblingsmethoden aller Anwesenden wurden vorgestellt, ausprobiert, diskutiert – mit viel Lachen, Neugier und echtem Teamspirit. Unsere Schülerinnen & Schüler dürfen sich schon jetzt auf frische Impulse im Unterricht freuen.

Gemeinsames Fazit:
„Ein Tag voller Eindrücke, Austausch und gewinnbringender Erkenntnisse. Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Netzwerktag – dann in Husum.“

Praxisnaher Einblick für unsere ZFA‑Auszubildenden

Für unsere ZFA‑Auszubildenden im 2. Lehrjahr stand auch in diesem Jahr wieder ein besonderer Praxistag auf dem Programm: Ein Besuch der Abteilung Zahnmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg.

Vor Ort vertieften die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse zu Behandlungsabläufen, dem sterilen Arbeiten bei chirurgischen Eingriffen, den Instrumententrays sowie der Assistenz am Behandlungsstuhl. Unter Anleitung von Dr. Martin Ulbrich, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, und seinem Team erhielten sie wertvolle Einblicke in den klinischen Alltag und die Anforderungen professioneller zahnmedizinischer Arbeit.

Wir bedanken uns herzlich für die unkomplizierte und verlässliche Lernortkooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.